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Kellinghusens Kaufleute mit Ihrer Geduld am Ende

Artikel 23.8.2017
Artikel 23.8.2017

Bericht in der Norddeutschen Rundschau - Störbote - am 23. August 2017:

Kellinghusens Kaufleute mit ihrer Geduld am Ende
Die erneuten Klagen gegen die A 20 reichen dem Kaufmännischen Verein: Der Vorstand fordert den zügigen Weiterbau der Autobahn 20 und einen Zubringer zum B206-Kreisverkehr.

KELLINGHUSEN Die jüngsten Meldungen über neuerliche Verzögerungen beim A 20-Ausbau aufgrund möglicher Klagen von Naturschutzverbänden dürfte in Kellinghusen kaum Begeisterung ausgelöst haben (wir berichteten). Für die Kaufleute vor Ort weisen die roten Pfeile am Kreisel Gewerbegebiet "Neuer Kamp" exakt in die richtige Richtung. "Hier könnte ein Zubringer zur A 20 entstehen", sagt Timo Laackmann, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins. Diese und andere planerische Varianten wurden bereits vor Jahren mit der hiesigen Unternehmerschaft diskutiert.

Viel näher an die Störstadt heran gekommen ist die schnelle Ost-West-Verbindung seither nicht. Immer noch trennen die Störstädter knapp 50 Kilometer von der Verkehrsader, in die sie große Hoffnungen setzen. Hinsichtlich des Weiterbaus setzen die Kaufleute nun auf die neue Landesregierung. "A 20 Sofort" fordern sie auf weiß-blauen Plakaten. Ohne A 20 gebe es keine Zukunft für die Unterzentren und die heimische Wirtschaft, so die Befürchtung des Vereins. Nach fünf Jahren Stillstand sind dessen Mitglieder am Ende mit ihrer Geduld. "Kein einziger Meter der A 20 ist in unserem Wirtschaftsraum entstanden", bedauert Laackmann.

Gas geben beim Bau der A 20 lautet daher die eindeutige Botschaft in Richtung Kiel. Dem lange versprochenen Weiterbau in Richtung Westen müssten endlich Taten folgen, verweisen sie auf den vergangenen Urnengang. Rund 80 Prozent der Wähler im Land hätten jenen Parteien ihre Stimme gegeben, die sich klar zum Weiterbau der Autobahn bekennen. "Es ist wichtig, das jetzt Tempo gemacht wird", unterstreicht Martin Dethlefsen. Das lange Hin und Her in Kiel rund um die großen Straßenverkehrs-Infrastrukturprojekte versetze die Steinburger Wirtschaft in Unruhe.

Die Störstadt sowie die angeschlossenen Gemeinden im Amt böten viel und guten Lebensraum für neue Bürger. "Wir liefern Lebensqualität für alle Altersgruppen von der jungen Familie bis zu Senioren", sagt Laackmann. Was sie dagegen schmerzlich vermissen, ist eine gute Infrastruktur im ländlichen Raum als Voraussetzung für die Bindung von Kaufkraft sowie die Stärkung von kleineren und mittleren Betrieben. "Unsere Mitglieder sind hier verwurzelt, bilden junge Menschen aus, wohnen hier und kaufen hier ein", so Laackmann. Sie können nicht einfach ihren Firmensitz dorthin verlegen, wo die Infrastruktur besser ist. Die nachteilige Insellage der Region zwischen A 7 und A 23 spricht Regine Struve an . "Die Kundschaft rauscht an beiden Seiten der Region vorbei ", hebt sie heraus. Von der Nähe zur A 20 erhoffen sich die Kaufleute einen ähnlichen Schub für die Region, wie ihn die Gemeinden im Dunstkreis der A 23 erlebten.

"Die Beschlusslage muss nach so vielen Jahren umgesetzt werden", erinnert Peter König zudem an die Mitgliedschaft in der Metropolregion Hamburg. Alle sollten sich jetzt an einen Tisch setzten, um die Ökologische und Ökonomische Trassenführung zu planen und mit dem Bau loszulegen.

Gisela Tietje-Räther

Bild: Bernd Lindemann, Ralf und Kay Sievers, Martin Dethlefsen, Timo Laackmann, Christian Weise, Frank Lalla, Regine Struve und Peter König.

 

(pk 24.8.2017)

 

 

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